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Salzburg schießt Austria auf den letzten Platz

krone Sport

Red Bull Salzburg mischt im Kampf um den Meistertitel in der Fußball-Bundesliga weiter voll mit. Der Vizemeister setzte sich am Mittwoch im sechsten Spiel der Meistergruppe gegen die Wiener Austria wie im Sonntagsduell in Favoriten mit 3:1 durch und übernahm damit zumindest bis zum Ende des Abendspiels von Sturm Graz gegen den LASK die Tabellenführung. Die Wiener rutschten sechs Zähler dahinter auf Rang sechs und damit außerhalb der Europacupränge ab.


Durch den Erfolg der Truppe von Coach Daniel Beichler ging im vierten direkten Saisonduell erstmals das Heimteam als Sieger vom Feld. Tore von Yorbe Vertessen (16.) und Jannik Schuster (22./erstes Bundesliga-Tor) sowie ein Eigentor von Samuel Sahin-Radlinger (76.) gaben vor 7.154 Zuschauern den Ausschlag. Aufseiten der ersatzgeschwächten „Veilchen“ war ein Treffer von Reinhold Ranftl das einzige Highlight. Für Salzburg geht es am Sonntag bei Rapid weiter, die Austria gastiert da bei Sturm Graz.

Bild: GEPA

Trummer anstelle von Lainer
Beichler nahm nur eine Änderung vor, Tim Trummer verteidigte rechts hinten für den gesperrten Stefan Lainer. Austria-Trainer Stephan Helm änderte seine Dreierkette trotz schwacher Vorstellung in Wals-Siezenheim nicht. Allgemein gab es nur zwei Veränderungen. Philipp Maybach ersetzte im Mittelfeldzentrum Abubakr Barry, bei dem beim Aktivieren Adduktorenprobleme aufgetreten waren. Lee Kang-hee rückte anstelle von Sanel Saljic in die Startelf.

Bild: Kronen Zeitung

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Die Salzburger nahmen den Schwung mit, waren klar tonangebend und belohnten sich wie im „Hinspiel“ schon vor der Pause. Kerim Alajbegovic vertändelte eigentlich den Ball, die Wiener brachten ihn aber nicht weg und er kam über Frans Krätzig zu Vertessen, der nicht lange zögerte und ins Eck abschloss. Sechs Minuten später kam Sahin-Radlinger bei einem Kjaergaard-Eckball zuerst heraus, machte dann aber wieder Schritte zurück und war so gegen den Kopfball des am Fünfer völlig unbedrängten Schuster machtlos.

Schnitzer von Sahin-Radlinger
Die Gäste waren in der Offensive harmlos, kamen durch eine Unachtsamkeit der Hausherren in der Rückwärtsbewegung aber zum Anschlusstreffer. Kelvin Boateng sicherte im Konter den Ball und spielte zu Manfred Fischer, dessen Querpass zur Idealvorlage für Ranftl wurde, der an Alexander Schlager vorbei einschoss. Nach Wiederbeginn gab es ein Chancenfurioso. Kjaergaard verfehlte knapp das Tor (48.). Im Austria-Dress scheiterte Fischer am Salzburger Schlussmann und setzte den Nachschuss drüber (51.). Quasi im Gegenzug war es Sahin-Radlinger, der gegen Karim Konate rettete und Glück hatte, dass Kjaergaard den Volley-Nachschuss an die Latte beförderte (52.). Lee Tae-seok brachte wiederum einen Austria-Volley nicht aufs Tor (59.).

Bild: GEPA

In der 75. Minute zählte noch das 3:1 nicht, da vor Kjaergaards Abschluss ins Tor Vertessen den Ball mit der Hand gespielt hatte. Durch ein Geschenk war die Partie aber gleich darauf entschieden. Sahin-Radlinger unterlief bei einem Plavotic-Rückpass ein Stoppfehler, der Ball kullerte ins Tor. So jubelten die „Bullen“ über den dritten Saisonsieg gegen die Austria, im zehnten Meistergruppen-Duell in Folge gab es gegen die Wiener keine Niederlage. Diese haben erst vier Punkte im „oberen Play-off“ geholt.

FC Red Bull Salzburg – FK Austria Wien 3:1 (2:1)
Wals-Siezenheim, Red Bull Arena, 7.154 Zuschauer, SR Lechner.

Tore:
1:0 (16.) Vertessen
2:0 (22.) Schuster
2:1 (34.) Ranftl
3:1 (76.) Sahin-Radlinger (Eigentor)

Salzburg: Schlager – Trummer, Schuster, Drexler, Krätzig (80. Terzic) – Kitano, Bidstrup, Kjaergaard (87. Diabate) – Vertessen (80. Aguilar), Konate (73. Onisiwo), Alajbegovic (72. Yeo)

Austria: Sahin-Radlinger – Handl (59. Plavotic), Dragovic, Wiesinger – Ranftl, Lee K., Maybach (59. Wustinger), Lee T. (80. Schablas) – Fischer, Boateng (82. Kante), Markovic (59. Saljic)

Gelbe Karten: Kjaergaard, Alajbegovic bzw. Maybach, Lee K., Plavotic

Die Stimmen:

Daniel Beichler (Salzburg-Trainer):
„Es waren extrem wichtige drei Punkte. Es ist nicht selbstverständlich, sechs Punkte gegen die Austria zu holen, vor allem weil auch heute wieder Phasen waren, wo die Austria obenauf war. Über 90 Minuten sind wir der verdiente Sieger. Fakt ist, dass die Jungs sehr viel investieren. Auftritt, Engagement und Umsetzung des Spielplans waren voll okay. Es gibt aber noch genug zu tun, vor allem haben wir noch nicht die Stabilität, die wir wollen. Diese Erfolgserlebnisse tun den Spielern jedenfalls gut. Wir dürfen nicht den Fehler machen, in Leichtsinn zu verfallen.“

Stephan Helm (Austria-Trainer): „Man kann es deuten, wie man will, Auswärtsspiele in Salzburg sind nicht einfach. Trotzdem hatten wir in der 2. Hälfte die Möglichkeit auf den Ausgleich, um das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Wir müssen in den nächsten Wochen vor allem defensiv besser performen. Wir haben in diesem Spiel mehr Druck als am Sonntag ausgeübt, aber gegen die extrem flinken Salzburger unsere Probleme, da müssen wir einfach besser verteidigen. Es ist ärgerlich, dass wir zu einfach Gegentore hinnehmen müssen. Positiv ist, dass der eine oder andere Spieler eine Talentprobe abgegeben hat. Dass Barry und Eggestein fehlen, braucht man nicht zu diskutieren, das sind wichtige Spieler.“


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